Schon zum zweiten Mal fand mittlerweile die perfekte Dogtrekking-Einstiegsveranstaltung im „hohen Norden“ Österreichs statt, diesmal allerdings im Herbst, genauer vom 18. bis 20. September 2009. Die skandinavisch anmutende Landschaft mit endlosen Wäldern, stillen Teichen und malerischen Gesteinsformationen wartete erneut darauf, von Zwei- und Vierbeinern zu Fuß erkundet zu werden. Diese Veranstaltung versprach den Teilnehmern auch in diesem Jahr wieder einen spannenden Tag voller Erlebnisse und Herausforderungen im Teamwork Mensch-Hund.

Nachdem die Teilnehmer aus ganz Österreich und auch aus Deutschland zumeist bereits im Verlauf des Freitag Nachmittag angereist waren, standen am Morgen des 19. September 36 Teams gut ausgeruht und tatendurstig am Start der knapp 40 Kilometer langen Strecke. Wieder wurde innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters gestartet, was wir sowohl für die Teilnehmer als auch für das Organisationsteam als ungemein angenehm erachten. Das Wetter war geradezu ideal: trocken und für die Jahreszeit schon verhältnismäßig kühl. Besonders den Läufern ermöglichte das - in Kombination mit den wenigen zurückzulegenden Höhenmetern - diesmal hervorragende Zeiten.

Der Wegverlauf war natürlich ganz bewusst anders gewählt als im Jahr zuvor, um den Startern, die bereits zum zweiten Mal dabei waren, trotzdem eine interessante Strecke bieten zu können. Wie einige Teilnehmer aber anmerkten, gelang dies nur zum Preis eines etwas höheren Asphaltanteils des Trails, ein Umstand, den wir bei der Planung des nächsten Nordland-Doghikes wieder ganz bewusst vermeiden wollen.


Im Laufe des Nachmittags trafen die Teams wieder im Camp ein - manche mehr, andere weniger erschöpft. Bei manchen hatte es zwar die einen oder anderen kurzen Orientierungsschwierigkeiten gegeben (besonders im Bereich des Radischenwaldes, also etwa auf halber Strecke), aber letzten Endes hatten immerhin 31 Teams die Veranstaltung regelkonform beenden - vulgo "finishen" - können. Jeder Teilnehmer konnte stolz auf die erbrachte Leistung und auf seine(n) Vierbeiner sein, für einige war es sogar das erste Mal gewesen, dass sie eine solchen Strecke am Stück zurückgelegt hatten! Ebenso tolle Arbeit leisteten übrigens auch heuer wieder die Jugendlichen der Pfadfindergruppe Wien 64 "Don Bosco", die mit Engelsgeduld und eisern dem windigen Wetter trotzend an den Checkpoints ausharrten.


Als Stärkung gab es diesmal nicht nur köstliches Gulasch, das von fleißigen Helfern bereits von langer Hand vorbereitet worden war (Stichwort: Akkord-Zwiebelschneiden), sondern auch Selbstgebackenes und viele nette gespräche über Gott, Dogtrekking und die Welt. Am abendlichen Lagerfeuer hielt sich nach dem offiziellen Teil - wie so oft - ein harter Kern, der amüsiert den Mushing-Anekdoten des Hausherrn Reinhard Monschein lauschte, was für so manchen eine ideale Einstimmung auf die vor der Tür stehende Schlittenhunde-Saison darstellte.
Vor der Abreise am nächsten Tag gab es für ein paar Interessierte sogar noch eine ausgiebige Kennel-Führung, ein würdiger Abschluss einer wiederum durchaus gelungenen Dogtrekking-Veranstaltung, die sich noch zu einem richtigen Traditionstermin auswachsen könnte. Man wird sehen ...